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Neuigkeiten aus dem Geigenbauatelier J. P. Schade

Wir sind umgezogen!

Sehr verehrte Kundschaft!

Bitte beachten Sie, dass wir seit dem 1. August 2015 unter neuer Anschrift zu finden sind. 

Unsere neue Adresse lautet: Ratsfreischulstraße 10, 04109 Leipzig.

Wir freuen uns darauf, Sie wieder begrüßen zu können!


Gratulation zum Erfolg beim 51. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"

Elisabeth Müller aus Hof und Felicitas Baumann aus Kulmbach haben beim diesjährigen 51. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Braunschweig/Wolfenbüttel einen ersten Preis in der Kategorie Akkordeon-Kammermusik gewonnen. In dieser ungewöhnlichen Kombination Akkordeon und Violine konnten Sie die Fachjuroren in ihrer Altersgruppe III (13- und 14-Jährige) überzeugen. Felicitas Baumann spielte auf einer Violine, die von Jens Peter Schade gebaut wurde. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg!

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin beste Ergebnisse!

Hier finden Sie weitere interessante Informationen zu diesem Wettbewerb: Jugend musiziert


Apocalyptica - Cellist im Atelier zu Besuch

Über sehr prominenten Besuch aus Finnland konnten wir uns erst kürzlich freuen.
Paavo Lötjönen von der finnischen Band „Apocalyptica“ kam mit seinem Cello, das dringend repariert werden musste, zu uns. Anlass des Besuchs der Band in Leipzig war die gemeinsame Aufführung mit dem MDR Sinfonierorchester und dem MDR Rundfunkchor von „Wagner Reloaded“ zur Eröffnung des MDR Musiksommers 2013.

Zu seiner und unserer Freude hatten wir in der Kürze der Zeit die Reparatur des Cellos ausgeführt und es war für dieses große Ereignis spieltechnisch und klanglich wieder einsatzbereit.

Wir hatten zudem das große Glück auch Eintrittskarten für dieses außergewöhnliche Event von Gregor Seyffert zu erhalten. Die Eindrücke dieses Abends sind kaum in Worte zu fassen... Es war zutiefst beeindruckend was hier musikalisch und visuell dem Publikum geboten wurde. Eine spektakuläre Bühnenshow mit einer Mischung aus Populärer Rockmusik und Wagners Kompositionen. Vielen herzlichen Dank allen Künstlern, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Es war ein toller und unvergesslicher Abend.

 

Eine Schade-Bratsche in Nürnberg (Nürnberger Nachrichten, 8. Juni 2013)

Nürnberger Nachrichten, 8. Juni 2013

Unfallgeige
Geige nach Reparatur

Was Geigenbauer können, können nur Geigenbauer!

Erst kürzlich wurde uns eine Geige mit einem ziemlich großen Unfallschaden vorgestellt. Der Geiger stürzte mit seinem Instrument bei einem Konzert weil die Bühne unter ihm zusammenbrach. Dabei fiel ihm die Geige aus der Hand und die Decke wurde stark zerstört.

Damit er mit seiner geliebten Geige auch weiterhin musizieren kann, haben wir uns dieser Herausforderung gestellt und das Instrument wieder repariert. Mit viel Liebe, Fleiß und handwerklichem Geschick konnten wir die Geige retten.

Das Instrument erstrahlt nun wieder in voller Schönheit und klingt jetzt sogar noch besser als vorher. Fast nichts ist unmöglich…


Geige weit gereist

Die erst kürzlich neu erworbene Geige von Allessandro Despine, Turin 1828 haben wir inzwischen restauriert und auch klanglich zu einem ausgezeichnetem Ergebnis gebracht. Dabei wurde eine sehr spannende Entdeckung gemacht. Die Geige besitzt drei Innenschriften:

- Allessandro Despine, Turin, 1828
- Jean Baptiste Vuillaume, Paris, 1849
- Simone Fernando Sacconi, New York, 1933  und ist somit schon um die halbe Welt gereist.

Da auch wir eine Reparatur an ihr vorgenommen und sie klanglich optimiert haben, trägt sie nun auch unsere und somit eine vierte Innenschrift. 


Wir gratulieren den Preisträgern von "Jugend musiziert"

Mit viel Interesse haben wir auch dieses Jahr die Landeswettbewerbe von „Jugend musiziert“ verfolgt.

In diesem Jahr feiert dieser bundesweit bedeutende Wettbewerb sein 50-jähriges Jubiläum und eine Reihe von außergewöhnlichen Konzertveranstaltungen sind geplant.

Wir möchten ganz besonders die jungen Teilnehmer, die wir in unserem Atelier geigenbaulich betreuen, beglückwünschen. Dazu gehören: 

  • Charlotte (AGII) und Pauline (AG III) Herold aus Pirna, beide 24 Punkte
  • Julius Maier (AG IV), Dresden, 25 Punkte
  • Laura Hildebrandt (AG V), Dresden,  24 Punkte
  • Astrid Kumkar, (AG V) Weimar, 25 Punkte
  • Maria Pietschmann (AG VI), Leipzig, 24 Punkte

Alle erreichten einen ersten Preis! „Herzlichen Glückwunsch!“

Wir freuen uns sehr, dass so fabelhafte Ergebnisse erreicht wurden und wünschen für die Teilnahme beim Bundeswettbewerb viel Erfolg!

Es erfüllt uns mit Stolz, solch zielstrebige junge Menschen begleiten zu dürfen.
Danke!


Außergewöhnliche Bögen zu Besuch im Atelier

Letzten Sommer hatten wir zwei seltene Bögen in unserem Atelier. 
Es handelte sich einmal um einen Violinbogen von Étienne Pajeot (1791 – 1849) , einem französischem Bogenmacher, der schon mit zehn Jahren bei seinem Vater lernte und schon mit 13 Jahren erste berufliche Fußstapfen in der elterlichen Werkstatt hinterlässt.

"Ohne Zweifel zählt Pajeot zu den Bogenmachern, welche in dieser Zeit die schönsten Arbeiten zustande gebracht haben. Er hinterlässt eine sehr große Anzahl Bögen von bemerkenswerter Qualität, welche Musiker ihrer spieltechnischen Fähigkeiten wegen begehren, während die Sammler sie für ihre besondere Schönheit lieben.“[1]
Der zweite Bogen wurde gebaut von Francois Peccatte (1821 - 1855), er lernte bei den ersten Bogenherstellern (von Paris). Sein Stil wurde stark inspiriert von seinem berühmten Bruder Dominique. 
„Seine Arbeiten sind hochinteressant, sowohl wegen des wuchtigen und harmonischen Stils, typisch für diese Familie, als auch wegen der zahlreichen Bögen von sehr guter Qualität.“[2]

 [1] Grand Livre „L’Archet“, Die Französischen Bogenmacher 1750 – 1950, TII S. 20

[2] Grand Livre „L’Archet“, Die Französischen Bogenmacher 1750 – 1950, TII S. 256


Tatkräftige Unterstützung im Atelier

Für zwei Wochen absolvierte Maria Pietschmann in unserem Atelier ein Schülerpraktikum.
In der Werkstatt konnte Sie uns tatkräftig unterstützen. Es wurden Instrumente besaitet und gesäubert, Wirbel neu eingeschliffen und Lack retuschiert.
Die größte Freude bereitete ihr das Einspielen der besonderen Geigen, denn Sie selbst spielt seit ihrem 4. Lebensjahr schon Violine und auch ein wenig Klavier.
Geigenunterricht nimmt sie derzeit bei Frau Starke und gelegentlich bei Professor Winter. Mit ihrem Duopartner Friedemann Herfurth (Cello) gewann Sie bereits eine Auszeichnung beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Nachwuchspreis.
Während der zwei Wochen waren zauberhafte Melodien zu hören. Marias Lieblingskomponisten sind Peter Tschaikowsky, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms.
Wir danken Maria für ihre Hilfe und wünschen Ihr bei dem Ziel, eine gute Geigerin zu werden weiterhin viel Erfolg.

Einweisung in die Geigentheorie
Einspielen der Geigen
Geigenprobe

Celli – Zwillinge von Willi Lindörfer im Atelier zu Besuch

Eine Art der „Familienzusammenführung“ konnten wir in unserem Atelier erleben.

Willi Lindörfer (geb. 1904) – ein deutscher Geigenbaumeister, der sich schon als 15-Jähriger seine eigene, gut klingende Geige selbst anfertigte. Später baute er Kopien nach alten Meistern. Er hatte ein ausgeprägtes Gespür für feine Hölzer. Zwei Celli, die sich fast wie Zwillinge ähneln, hatten wir zur gleichen Zeit in unserer Werkstatt. Auch diese beiden wurden aus ganz besonderen Hölzern gebaut.

  • Cello I 1954, Weimar – Decke stammt aus dem Fußbodenholz von Goethes Gartenhaus in Weimar.
  • Cello II 1954, Weimar – Decke von Balken und Brettern des abgebrannten Stuttgarter Stadtschlosses.


Die Böden, Zargen und die Schnecken bestehen aus Pappelholz von einem Weimarer Straßenrand. Lindörfer Instrumente haben einen Weltruf und werden in Nord- und Südamerika, England, Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen, Ungarn, Japan und Russland gespielt. Berühmte Musiker wie David Oistrach, Michael Waimann, Professor Ludwig Hoelscher, Professor Gaspar Cassado, Egon Morbitzer und Professor Raderschatt spielten schon auf seinen Instrumenten.


250-jährige Testore-Kindergeige aufgetaucht

 

 

 

Wir verfügen über eine Kindergeige von Paolo Antonio Testore, Bauzeit etwa 1750 in Mailand. Diese ist in sensationell gutem Erhaltungszustand. Alle wesentlichen Teile sogar der Hals und der Lack sind natürlich original und zusammengehörend. Eine erwähnenswerte Besonderheit ist, dass diese einen handgeschmiedeten Eisennagel im Oberklotz besitzt. 

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